Präambel
Als Instrument bürgerschaftlichen Engagements fördert die Bürgerstiftung der Sparkasse Gießen vor allem mildtätige, gemeinnützige, soziale, kulturelle und nachhaltige Anliegen, die insbesondere den Bürgern des Geschäftsgebiets der Sparkasse Gießen in besonderer Weise am Herzen liegen, und trägt so zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region bei. Sie möchte zu einer gemeinsam getragenen Verantwortung für das Gemeinwesen anregen und das ehrenamtliche Engagement fördern. Sie tritt dabei nicht in Konkurrenz zu Staat und Kommune, und strebt auch nicht an Aufgaben aus dem Bereich der staatlichen und kommunalen Verantwortung zu übernehmen. Zur Erfüllung des Stiftungszwecks werden Zustiftungen eingeworben, dauerhaft und ertragsreich angelegt sowie Spenden gesammelt. Mit diesen Mitteln werden von der Bürgerstiftung der Sparkasse Gießen Projekte gefördert, angestoßen oder selbst durchgeführt.
§1
Name, Rechtsform und Sitz
(1) Die von der Sparkasse Gießen errichtete Stiftung führt den Namen:
"Bürgerstiftung der Sparkasse Gießen"
(2) Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.
(3) Sitz der Stiftung ist
Gießen.
§2
Zweck der Stiftung
(1) Zweck der Stiftung ist u.a. die folgenden Bereiche in den Gemeinden, die insbesondere dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Gießen bei der Errichtung der Stiftung angehören und das Gemeinwohl der hier lebenden Menschen zu fördern und zu entwickeln:
Dies ist keine abschließende Aufzählung und kann um weitere Projekte ergänzt werden, die dem Stiftungszweck
entsprechen.
Im Einzelfall können die Zwecke auch außerhalb des Geschäftsgebiets der Sparkasse Gießen gefördert
werden, wenn sie einen Bezug und eine positive Wirkung auf das Geschäftsgebiet der Sparkasse Gießen haben.
(2) Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:
(3) Die Förderung des Stiftungszwecks schließt die Verbreitung der Ergebnisse mit ein.
(4) Die Stiftung
kann sich bei der Verwirklichung der Zwecke Hilfspersonen im Sinne von §57 Abs.l Satz 2 AO bedienen.
(5)
Die Stiftung übernimmt keine Pflichtaufgaben der Kommunen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Gießen.
§3
Gemeinnützigkeit
(1) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts
"Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO).
(2) Die Stiftung ist selbstlos tätig; sie verfolgt
nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(3) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck
der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergünstigungen begünstigt werden.
(4) Die
Verwaltung der Stiftung hat den Grundsätzen einer sparsamen Wirtschaftsführung zu entsprechen.
§4
Stiftungsvermögen, Zustiftungen und Spenden
(1) Das Vermögen der Stiftung besteht zum Zeitpunkt ihrer Errichtung aus einem Barvermögen in Höhe von 100.000,- €
(Erstausstattung).
(2) Die Stiftung kann Zustiftungen und Spenden von jedermann entgegenzunehmen, ist
hierzu aber nicht verpflichtet. Der Mindestbetrag einer Zustiftung beträgt 5.000, €, der Mindestbetrag einer Spende
500,- €. Sie können aus jeder Art von Vermögenswerten (Geld oder Sachwerte) bestehen. Die Stiftung kann Sachwerte in
Geld umwandeln, soweit nicht ein anderes bestimmt ist.
(3) Zustiftungen sind Zuwendungen, die zur
Aufstockung des Stiftungsvermögens bestimmt sind. Zustiftungen können durch Rechtsgeschäft unter Lebenden oder von
Todes wegen (durch Testament oder Erbvertrag) erfolgen. Spenden sind sämtliche Zuwendungen, die nicht zur
Aufstockung des Stiftungsvermögens sondern zur zeitnahen Verwendung bestimmt sind. Ist die Art der Zuwendung nicht
eindeutig bestimmt, entscheidet darüber der Vorstand nach pflichtgemäßem Ermessen. Erbschaften und Vermächtnisse
gelten grundsätzlich als Zustiftungen.
(3) Das Stiftungsvermögen ist in seinem Wert (Nominalbetrag)
ungeschmälert zu erhalten. Soweit möglich ist es zwecks Erzielung von Erträgen in geeigneter Weise anzulegen.
Hierfür sind die Grundsätze eines ordentlichen Kaufmanns zu beachten. Die Art der Vermögensanlage kann verändert
werden, soweit nicht ein anderes bestimmt ist.
(4) Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die
satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Stifter und deren Erben erhalten keine Zuwendung aus Mitteln der
Stiftung.
(5) Das Stiftungsvermögen ist innerhalb der S-Finanzgruppe anzulegen.
§5
Verwendung der Vermögenserträge
(1) Die Erträge des Stiftungsvermögens und die dem Vermögen nicht zuwachsenden Zuwendungen sind nach Deckung der Verwaltungskosten zur Erfüllung des Stiftungszweckes in den Gemeinden, die dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Gießen bei der Errichtung der Stiftung angehören, zeitnah zu verwenden.
(2) Die Stiftung ist berechtigt, ihre Mittel teilweise zweckgebundenen Rücklagen im Rahmen des § 62 Abs. 1 Nr. 1
Abgabenordnung zuzuführen, wenn und solange dies erforderlich ist, um ihre steuerbegünstigten Zwecke nachhaltig
erfüllen zu können. Freie Rücklagen dürfen im Rahmen der steuerrechtlichen Vorschriften (s. § 62 Abs. 1 Nr. 3
Abgabenordnung) gebildet werden. Hierbei ist sicherzustellen, dass ausreichende Mittel für die satzungsmäßige
Zweckverwirklichung verbleiben.
(3) Die Stiftung ist berechtigt, zweckgebundene Zustiftungen (nachfolgend
auch "Stiftungsfonds" genannt) Dritter anzunehmen und die auf diesen Stiftungsfonds anteilig entfallenden Erträge
einmal im Jahr an eine vom Einrichter des Stiftungsfonds im Rahmen einer Zustiftungsvereinbarung benannte
steuerbegünstigte Körperschaft oder eine Körperschaft des öffentlichen Rechts auszukehren. Die Auskehrung erfolgt
nach Erstellung des Jahresabschlusses für das vorangegangene Geschäftsjahr der Stiftung nach Maßgabe des
Stiftungsvorstandes oder einer Zustiftungsvereinbarung.
§6
Zweckgebundene Zuwendungen
(1) Die Stiftung kann zweckgebundene Zuwendungen entgegennehmen, wenn die Mittelverwendung für die satzungsgemäßen
Stiftungszwecke erfolgen kann.
(2) Über die Annahme und Verwendung derartiger Zuwendungen entscheidet
grundsätzlich der Stiftungsvorstand. Die Zuwendung ist zurückzuweisen, wenn keine stiftungszweckbezogene Verwendung
möglich ist.
§7
Verwaltung rechtsfähiger und nicht rechtsfähiger
Stiftungen
(1) Die Stiftung ist befugt, die Verwaltung rechtsfähiger Stiftungen gegen Kostenerstattung zu übernehmen, wenn die
Zwecksetzung dieser Stiftungen sich im Rahmen der ihr vorgegebenen Zwecke hält und dadurch keine Belastungen
übernommen werden, die die Erfüllung der ihr vorgegebenen Zwecke beeinträchtigt.
(2) Die Stiftung ist
ferner befugt, als Träger unselbstständiger Stiftungen zu fungieren, sofern sich die Zwecksetzung dieser Stiftungen
im Rahmen der ihr vorgegebenen Zwecke hält und ihr aus den Mitteln dieser Stiftungen die erforderlichen Kosten
erstattet werden. Die Vermögensausstattung einer unselbstständigen Stiftung soll einen Betrag von EUR 30.000,00
nicht unterschreiten. ln diesem Fall ist die Zustiftung von der Stiftung treuhänderisch als Sondervermögen unter
Beachtung des von dem Zustifter genannten Zwecks unter dem von ihm gewünschten Namen zu führen.
§8
Rechtsstellung der Begünstigten
(1) Den durch die Stiftung Begünstigten steht aufgrund dieser Satzung ein Rechtsanspruch auf Leistungen von
Stiftungsmitteln nicht zu.
§9
Geschäftsjahr
(1) Das Geschäftsjahr der Stiftung ist das Kalenderjahr.
§ 10
Organe der Stiftung
(1) Organe der Stiftung sind:
(2) Ein Vorstandsmitglied kann nicht zugleich Mitglied des Kuratoriums sein.
(3) Die Mitglieder der
Stiftungsorgane sind zur gewissenhaften und sparsamen Verwaltung der Stiftung verpflichtet.
(4) Die
Mitglieder führen ihr Amt ehrenamtlich und unentgeltlich. Sie haben jedoch Anspruch auf Ersatz ihrer notwendigen und
nachgewiesenen Auslagen und Aufwendungen. Es dürfen ihnen keine Vermögensvorteile aus Mitteln der Stiftung
zugewendet werden. Beschäftigte der Sparkasse Gießen erhalten keinen Aufwendungsersatz.
(5} Die
Mitglieder der Organe haften nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
§ 11
Stiftungsvorstand
(1) Der Stiftungsvorstand besteht aus vier Mitgliedern,
(2) Die Mitgliedschaft des Vorstandsmitglieds der Sparkasse Gießen im Stiftungsvorstand endet mit dem Ausscheiden aus
dem Vorstand der Sparkasse Gießen. Die Mitgliedschaft des Leiter des Private Bankings der Sparkasse Gießen endet mit
dem Ausscheiden bzw. Abberufen als Leiter der Abteilung Private Banking. Die Mitgliedschaft der weiteren
Stiftungsvorstandsmitglieder endet mit ihrer Amtszeit als Landrat/in bzw. Oberbürgermeister/in. Die Mitglieder des
Stiftungsvorstandes führen ihr Amt bis zum Amtsantritt Ihres Nachfolgers weiter.
(3) Vorsitzender des
Stiftungsvorstandes ist stets der Landrat/in des Landkreises Gießen und der stellvertretende Vorsitzende der
Stiftung stets der Oberbürgermeister/in der Stadt Gießen.
(4) Der Vorstand vertritt die Stiftung
gerichtlich und außergerichtlich, er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. Der Vorsitzende oder der
stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsvorstands vertritt die Stiftung jeweils zusammen mit einem weiteren
Vorstandsmitglied.
(5) Der Vorstand darf sich zur Erfüllung seiner Aufgaben Dritter entgeltlich
bedienen.
(6) Der Stiftungsvorstand kann zu seiner Entlastung mit Zustimmung des Stiftungskuratoriums
eine Geschäftsführung einrichten und dafür eine oder mehrere Personen bestellen. Der Stiftungsvorstand legt in
diesem Fall in einer Geschäftsordnung fest, in welchem Umfang er Aufgaben auf die Geschäftsführung überträgt und
erteilt ihr die erforderlichen Vollmachten. Die Mitglieder der Geschäftsführung sind an die Weisungen des
Stiftungsvorstandes gebunden. Sie haben die Stellung eines besonderen Vertreters im Sinne des§ 30 BGB. Als Mitglied
der Geschäftsführung können auch Personen bestellt werden, die zugleich noch für eine andere Einrichtung tätig sind.
Die Mitglieder der Geschäftsführung werden vom Stiftungsvorstand für einen Zeitraum von fünf Jahren bestellt.
Wiederbestellung ist zulässig. Eine Abberufung während der Amtszeit kann nur durch den Stiftungsvorstand aus
wichtigem Grund erfolgen.
(7) Mitglieder des Stiftungsvorstands können vom Stiftungskuratorium- jedoch
nur aus wichtigem Grund - mit einer Mehrheit von 2/3 der Stimmberechtigten abberufen werden. Vor der entsprechenden
Abstimmung hat das betroffene Vorstandsmitglied Anspruch auf Gehör.
(8) Der Stiftungsvorstand sorgt für
die Ausführung der Beschlüsse des Stiftungskuratoriums und für eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung des
Stiftungsvermögens. Er berichtet dem Stiftungskuratorium mindestens einmal jährlich über den Geschäftsgang und die
Aktivitäten der Stiftung. Er legt einen Tätigkeitsbericht vor.
§ 12
Rechte und Pflichten des Stiftungsvorstandes
Der Stiftungsvorstand hat im Rahmen des Stiftungsgesetzes und dieser Satzung den Willen der Stifter so wirksam wie
möglich zu erfüllen. Der Stiftungsvorstand ist für alle Angelegenheiten der Stiftung zuständig. Dem
Stiftungsvorstand obliegen insbesondere
folgende Aufgaben:
§13
Beschlussfassung des Stiftungsvorstandes
(1) Die Beschlüsse des Stiftungsvorstandes werden in Sitzungen gefasst. Vorstandssitzungen finden statt, wenn die Lage der Stiftung dies erfordert, mindestens jedoch zwei Mal im Jahr oder wenn zwei Vorstandsmitglieder dies beantragen.
(2) Der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende lädt alle Vorstandsmitglieder mit einer
Frist von zwei Wochen schriftlich unter Mitteilung der genauen Tagesordnung zur Sitzung ein.
(3) Der
Vorstand ist - soweit die Satzung nichts anderes bestimmt - beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder
anwesend ist. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit diese
Satzung nichts anderes bestimmt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des/der Vorsitzenden den
Ausschlag.
(4) Über die Sitzungen des Stiftungsvorstandes ist eine Niederschrift anzufertigen, die von
den anwesenden Mitgliedern des Stiftungsvorstandes zu unterzeichnen ist. Beschlüsse sind im Wortlaut
festzuhalten.
(5) Eine Ausfertigung des unterzeichneten Protokolls ist dem Vorsitzenden des
Stiftungskuratoriums zu übermitteln.
§ 14
Stiftungskuratorium
(1) Das Stiftungskuratorium besteht aus sieben Mitgliedern, die von der Stiftungsversammlung bestellt und abberufen werden:
einem Mitarbeiter der Sparkasse Gießen,
einem Mitarbeiter des Landkreises Gießen
oder der Stadt Gießen,
und fünf weiteren sachkundigen Personen aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Gießen.
(2) Die Amtszeit
beträgt fünf Jahre. Eine Wiederbestellung ist möglich.
(3) Die ersten Kuratoriumsmitglieder werden vom
Stiftungsvorstand bestellt. Nachfolgende Bestellungen erfolgen durch die Kuratoriumsmitglieder vor Ende ihrer
Amtszeit auf Vorschlag der Stiftungsversammlung.
(4) Die Amtszeit endet mit Ausscheiden aus den
Beschäftigungsverhältnissen mit der Sparkasse Gießen, dem Landkreis Gießen bzw. der Stadt Gießen.
(5) Ein
bestelltes Kuratoriumsmitglied kann nur aus wichtigem Grund durch die Stiftungsversammlung abberufen
werden.
(6) Scheidet ein bestelltes Kuratoriumsmitglied vor dem Ende seiner Amtszeit aus, bestellen die
verbliebenen Mitglieder auf Vorschlag des Stiftungsvorstands für die restliche Amtszeit ein anderes
Mitglied.
(7) Das Stiftungskuratorium wählt aus seiner Mitte auf die Dauer von fünf Jahren einen
Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Wiederwahl ist zulässig.
(8) Die Mitglieder des
Kuratoriums sind ehrenamtlich tätig. Sie haben Anspruch auf Ersatz der ihnen entstandenen und nachgewiesenen
Auslagen.
(9) Das Stiftungskuratorium gibt sich eine Geschäftsordnung.
§ 15
Rechte und Pflichten des Stiftungskuratoriums
(1) Das Stiftungskuratoriums prüft die Anträge auf Stiftungsleistungen und legt diese mit seinen Empfehlungen dem
Stiftungsvorstand zur Beschlussfassung vor.
(2) Darüber hinaus kann das Stiftungskuratorium dem
Stiftungsvorstand auch eigene Mittelverwendungsvorschläge vorlegen.
(3) Das Stiftungskuratorium hat die
Funktion eines Vertreters der Bürgerschaft vorwiegend aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Gießen. Es berät den
Stiftungsvorstand und die Geschäftsführung hinsichtlich der Verwirklichung des Stiftungszwecks. Ferner machen die
Mitglieder des Stiftungskuratoriums das Anliegen der Stiftung in der Öffentlichkeit bekannt und versuchen
Bürgerinnen und Bürger für ein Mitwirken zu gewinnen sowie Spenden und Zustiftungen einzuwerben.
(4) Der
Vorsitzende- im Verhinderungsfall sein Stellvertreter- nimmt an den Sitzungen des Stiftungsvorstandes
teil.
(5) Das Stiftungskuratorium ist außer für die sonstigen in dieser Verfassung genannten Aufgaben
insbesondere für folgende Aufgaben zuständig:
§ 16
Beschlussfassung des Stiftungskuratoriums
(1) Das Stiftungskuratorium soll einmal Mal im Jahr zu ordentlichen Sitzungen zusammentreffen. Die Mitglieder des
Stiftungsvorstandes nehmen an den Sitzungen des Stiftungskuratoriums teil, soweit dies vom Kuratorium für
erforderlich gehalten wird. Die Sitzungen des Kuratoriums können gemeinsam mit den Sitzungen des Stiftungsvorstandes
stattfinden.
(2) Der Vorsitzende- im Verhinderungsfall sein Stellvertreter -lädt nach Bedarf oder auf
Antrag des Stiftungsvorstandes in Übereinstimmung gemäß § 12 Nr. 8 zu den Kuratoriumssitzungen mit einer Frist von
mindestens zwei Wochen unter Mitteilung der Tagesordnung ein.
(3) Das Stiftungskuratorium ist
beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner satzungsgemäßen Mitglieder anwesend sind, darunter das vorsitzende
oder das stellvertretende vorsitzende Mitglied.
(4) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei
Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds. Ist dieses nicht anwesend, entscheidet die
Stimme des stellvertretenden Mitglieds.
(5) Über das Ergebnis der Sitzung wird eine Niederschrift
angefertigt, die dem Vorsitzenden des Stiftungskuratoriums oder im Verhinderungsfall von seinem Stellvertreter zu
unterzeichnen ist.
(6) Eine Ausfertigung des unterschriebenen Protokolls ist dem Vorsitzenden des
Vorstandes zu übermitteln.
§ 17
Stiftungsversammlung
(1) Die Stiftungsversammlung hat im Wesentlichen die Aufgabe, den Kontakt zu den Stiftern und Spendern zu halten und
Anreize für weitere Zuwendungen zu geben. Ferner hat sie die Aufgabe, dem Stiftungsvorstand Anregungen für die
Mittelverwendung und die Öffentlichkeitsarbeit zu geben.
(2) Mitglied der Stiftungsversammlung wird, wer
der Stiftung mindestens 5.000,- € zugestiftet hat.
(3) Wird ein Mitglied der Stiftungsversammlung zum
Mitglied des Stiftungsvorstands oder des Stiftungskuratoriums bestellt, ruht seine Mitgliedschaft in der
Stiftungsversammlung für die Dauer seiner Zugehörigkeit zu dem anderen Organ.
(4) Die Mitgliedschaft in
der Stiftungsversammlung erlischt zehn Jahre nach der letzten Zustiftung des Mitglieds von mindestens 5.000,- € an
die Stiftung.
(5) Die Stiftungsversammlung tagt einmal im Jahr.
(6) Die erste Sitzung wird
durch den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Gießen einberufen, die folgenden Sitzungen werden durch das
vorsitzende Mitglied der Stiftungsversammlung einberufen. Die Einladungsfrist beträgt einen Monat.
(7}
Die Stiftungsversammlung wählt aus ihrer Mitte ein vorsitzendes Mitglied, ein stellvertretendes vorsitzendes
Mitglied und ein schriftführendes Mitglied. Diese werden für eine Amtszeit von drei Jahren oder bis zum Eintritt der
Voraussetzungen nach§ 17 (4) der Satzung gewählt. Wiederwahl ist zulässig.
(8) Die Stiftungsversammlung
ist unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
(9) Beschlüsse werden mit
einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst, soweit diese Satzung nicht etwas anderes bestimmt. Bei
Stimmengleichheit
entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds. Ist dieser nicht
anwesend,
entscheidet die Stimme des stellvertretenden vorsitzenden Mitglieds.
Stimmenhaltung ist in jedem
Fall möglich .
(10) Über das Ergebnis jeder Sitzung wird eine Niederschrift angefertigt, die von dem schriftführenden Mitglied und
dem vorsitzenden Mitglied zu unterzeichnen ist.
(11) Die Stiftungsversammlung ist für folgende Aufgaben
zuständig:
§ 18
Änderung des Stiftungszwecks
Sonstige Satzungsänderungen
(1) Über Satzungsänderungen, die die Stiftungszwecke oder die Stiftungsorganisation nicht wesentlich verändern,
beschließt der Stiftungsvorstand nach Anhörung des Stiftungskuratoriums. Die Beschlussfassung des
Stiftungsvorstandes erfolgt mit einfacher Mehrheit.
(2) Wesentliche Änderungen der Stiftungszwecke oder
der Stiftungsorganisation sind durch gemeinsamen Beschluss von Stiftungsvorstand und Stiftungskuratorium mit einer
Mehrheit von jeweils 2/3 ihrer Mitglieder möglich. Satzungsänderungen nach Absatz 2 sind nur möglich, wenn eine die
Grundlagen oder die Handlungsfähigkeit der Stiftung berührende Änderung der Verhältnisse eingetreten ist,
insbesondere wenn die Umstände sich derart verändert haben, dass eine Verwirklichung der Stiftungszwecke in der von
den Gründungsstiftern beabsichtigten Form nicht mehr möglich ist.
(3) Änderungen des Stiftungszweckes
dürfen die Steuerbegünstigung der Stiftung nicht beeinträchtigen oder aufheben. Entsprechende Beschlüsse der
zuständigen Stiftungsorgane bedürfen vor der Genehmigung durch die Stiftungsaufsichtsbehörde der Einwilligung der
Finanzverwaltung.
(4) Der vom Vorstand zu fassende Beschluss bedarf der Genehmigung der
Stiftungsaufsichtsbehörde.
§ 19
Auflösung der Stiftung I Zusammenschluss I
Vermögensanfall
(1) Stiftungsvorstand und Stiftungskuratorium können gemeinsam mit einer Mehrheit von jeweils 3/4 ihrer Mitglieder
den Zusammenschluss der Stiftung mit einer anderen oder mehreren anderen steuerbegünstigten Stiftungen oder die
Auflösung der Stiftung beschließen, wenn eine die Grundlagen oder die Handlungsfähigkeit der Stiftung berührende
Änderung der Verhältnisse eingetreten ist, die es insbesondere nicht mehr zulassen, die Stiftungszwecke dauernd und
nachhaltig zu erfüllen. Sie sollen nur erfolgen, wenn die nachhaltige Erfüllung nach § 18 der Satzung geänderter
oder neuer Stiftungszwecke nicht in Betracht kommt.
(2) Die durch den Zusammenschluss entstehende neue
Stiftung muss ebenfalls steuerbegünstigt sein.
(3) Entsprechende Beschlüsse sind der
Stiftungsaufsichtsbehörde mitzuteilen. Sie werden erst nach Genehmigung durch die Behörde wirksam.
(4)
Bei Auflösung bzw. Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen der
Stiftung an die vom Stiftungsvorstand zu bestimmende juristische Person des öffentlichen Rechts oder an eine andere
steuerbegünstigte Körperschaft, die es unmittelbar und ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke gemäß§ 2 der
Satzung zu verwenden hat.
§20
Ehrenamt
(1) Die Mitglieder der fakultativ einzurichtenden Geschäftsführung erhalten eine Vergütung nach Maßgabe des
geschlossenen Vertrages.
(2) Alle anderen Mitglieder von Stiftungsorganen sind ehrenamtlich tätig. Sie
haben lediglich Anspruch auf Ersatz der ihnen entstandenen und nachgewiesenen Auslagen.
§ 21
Rechtsaufsicht
(1) Die Stiftung unterliegt der staatlichen Aufsicht nach Maßgabe des jeweils geltenden Stiftungsrechts. Die
Stiftungsaufsichtsbehörde ist auf Wunsch jederzeit über alle Angelegenheiten der Stiftung zu unterrichten. Ihr ist
unaufgefordert der Jahresabschluss vorzulegen.
(2) Die Mitglieder des Vertretungsorgans sind
verpflichtet, der Stiftungsbehörde jede Änderung in der Zusammensetzung des vertretungsberechtigten Stiftungsorgans
umgehend mitzuteilen. Die Annahme- bzw. Rücktrittserklärungen oder sonstige Beweisunterlagen sind
beizufügen.
(3) Beschlüsse über Satzungsänderungen, die Auflösung der Stiftung sowie über den Angriff des
Stiftungsvermögens b._e. dürfen der Genehmigung der Stiftungsbehörde.
§22
In-Kraft-Treten der Satzung
Diese Satzung tritt am Tage nach der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde in Kraft.
Gießen, den 17.01.2017